Ein Sprichwort besagt, dass das Glück auf dem Rücken der Pferde liegen würde. Das stimmt sicher, denn wenn Mensch auf dem Rücken eines Pferdes durch eine schöne Landschaft reitet, zeigt sich das Leben für ihn aus einer ganz anderen Perspektive. Mensch, Tier und Natur gehen eine Symbiose ein, die sich in keiner anderen Aktivität so intensiv erleben lässt. Das sind in der Tat Glücksmomente, die man nie wieder missen möchte.

Süßes Pony oder feuriges Vollblut

Doch das Pferd als ist weitaus mehr als nur ein Diener des Menschen. Die Beziehung dieser beiden Spezies hat eine geradezu spirituelle Komponente. Eine arabische Überlieferung besagt, dass ein Pferd nicht zufrieden sei, bevor sein Besitzer es mehr liebt als seine engsten Verwandten. Somit ist das Pferd stets darauf bedacht, sich dem Menschen, dem es gehört, von seiner besten Seite zu zeigen. Es wird versuchen, den Menschen durch seine Schönheit und seinen Charakter zu erfreuen, um auf diese Weise die Liebe seines Herrn zu ihm zu erwecken. Das gilt für alle Pferde, vom niedlichen Pony bis hin zum stolzen Englischen Vollblut.

Das Temperament macht den Unterschied

Der Pferderassen gibt es viele, alle sind aus den ehemaligen Formen des Wildpferdes hervorgegangen. Die einzige noch authentischen Wildpferdrasse ist das Przewalski-Pferd. Die letzten freilebenden Przewalski-Pferde sind in der Dsungarei im Nordwesten Chinas aufgespürt worden. Alle anderen heute existierenden Pferderassen sind aus Züchtungen hervorgegangen. Dazu gehören die wilden Mustangs genauso wie die strammen Haflinger mit ihrem ruhigen Wesen. Auch die Mustangs sind keine Wildpferde, sondern leben nur wild. Sie sind aus einer Kreuzung der verschiedenen Pferderassen hervorgegangen, die die Spanier mit nach Amerika brachten.

Als die schönsten und elegantesten Pferde gelten die Vollblüter. Der Stammbaum eines dieser temperamentvollen Tiere geht immer auf ein Araberpferd zurück. Selbst die berühmten Englischen Vollblüter besitzen dieses genetische Merkmal. Unter die Kategorie Warmblüter fallen alle Pferde, die von gesetzterem Charakter sind, wie zum Beispiel das französische Percheron. Kalt oder warm steht immer für das Temperament einer Pferderasse, wobei sich Warmblüter besser als Rennpferde eignen und Kaltblüter als Zugpferde. Es existieren ebenfalls Halbblut-Mischrassen.

Doch ob Shetlandpony oder Shire Horse mit einem Gewicht von 1.200 Kilogramm, sie alle erfreuen große und kleine Menschen gleichermaßen.